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17.05.2012 - 18:17 Uhr



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Reptilien und Wasserschildkröten

Wasserschildkröten



Der Begriff der Wasserschildkröte muss näher beschrieben werden. Zunächst muss man Meeres- und Wasserschildkröten klar von einander unterscheiden. Die Meeresschildkröten leben bis auf die Eiablage ihr gesamtes Leben im Wasser und das nur in Salzwasser. Die sogenannte Wasserschildkröte kann in Salzwasser nicht überleben. Bei den Wasserschildkröten gibt es viele unterschiedliche Arten, die in unterschiedlichen Lebensräumen zu finden sind. Entsprechend ihrer verschiedenen Herkunftsgebiete sind die Luft- und Wassertemperaturen und Lichtverhältnisse unterschiedlich. Einige fressen überwiegend pflanzliche Nahrung, einige überwiegend tierische Kost. Deshalb muss für die Heimhaltung der natürliche Lebensraum des Herkunftsortes beachtet werden.

Die Wasserschildkröten können in folgende Arten unterteilt werden: Zierschildkröten (Chrysemys), Langhals-Schmuckschildkröten (Deirochelys), Höckerschildkröten (Graptemys), Diamantschildkröten (Malaclemys), Schmuckschildkröten (Pseudemys) und Buchstaben- Schmuckschildkröten (Trachemys). Die verschiedenen Arten unterschieden sich in Nahrung, Aussehen, Größe, Verhalten, Lebensdauer und Klima- und Luftbedingungen.

Einige Schildkrötenarten können am Anfang nur einige Zentimeter Größe haben, aber schon nach einigen Jahren eine Größe von bis zu 40 cm erreichen. Deshalb ist es ratsam, sich vorher gründlich zu informieren! Zum Beispiel kann die Floridaschmuckschildkröte (Pseudemys floridana) bei anfänglicher kleiner Größe nach einigen Jahren bis zu 30 cm Größe erreichen. Es ist ein Irrtum, wenn man denkt, dass sich die Wasserschildkröte an die Aquariumsgröße anpasst.

Die Wasserschildkröten sind wechselwarme Tiere und deshalb abhängig von der Außentemperatur. Sie sind in vielen Lebensräumen bedingt durch die Jahreszeiten starken Klimaveränderungen unterworfen. Das führt dazu, dass sie eine Winterruhe benötigen. Die Winterruhe kann abhängig von der Art der Schildkröte als Hibernation (Starre) oder als verminderte Aktivitätsphase vorkommen. Während der Winterruhe werden durch die niedrige Temperatur sämtliche Stoffwechselprozesse stark vermindert. Bei der Heimhaltung sollte die Winterruhe nicht ausgelassen werden. Es handelt sich schließlich um einen natürlichen Prozess, ohne den Entwicklungsstörungen oder Anfälligkeiten für Krankheiten resultieren können. Allerdings sollte darauf geachtet werden, die Winterruhe nicht im Freien durch zu führen, da die Temperaturen schnell auch unter 0 °C sinken können, wobei die Winterruhe bei ca. 4 bis 9 °C statt findet. Ein geeigneter Ort kann dafür ein gut gekühlter Keller oder der Kühlschrank sein.

Als einfaches Lebendfutter können Regenwürmer oder Schnecken benutzt werden. Der Zoohandel bietet noch weitere speziellere Angebote wie Rattenbabys, Mückenlarven und Heuschrecken an. Als pflanzliche Nahrung dienen Löwenzahn und andere Wiesenkräuter, aber auch Obst und Gemüse. Regelmäßig sollte auch Kalzium zugeführt werden, was man durch Darreichen von Eierschalen erreichen kann.

Der Lebensraum der Wasserschildkröte ist sowohl an Land als auch im Wasser. Bei der Heimhaltung tun sich besondere Schwierigkeiten auf, die geeigneten Lebensbedingungen zu schaffen. Berücksichtigt werden muss, dass ein ausreichend großes Becken oder Aquarium vorhanden ist. Zu Achten ist dabei besonders, dass die Schildkröte wächst und eine entsprechende Becken- bzw Aquariumsgröße bereitgestellt wird. Da Schildkröten wechselwarme Tiere sind, benötigen sie einen Platz, wo sie sich aufwärmen können. Dazu können Orte außerhalb des Wassers dienen, die z.B. von einer UV-Licht-Lampe erwärmt werden. Da weibliche Wasserschildkröten auch unbefruchtete Eier ablegen, muss ein Eierablageplatz hergerichtet sein. Als Schlafplatz ist bereits ein Flachwasserbereich geeignet. Zwar können die Wasserschildkröten längere Zeit außerhalb des Wasser sein, allerdings benötigen sie Wasser, um ihre Beute zu verschlucken.

Wer eine ganzjährige Freilandhaltung anstrebt, sollte Wasserschildkrötenarten benutzen, deren natürliche Lebensumgebung dem hiesigen Klima entspricht. Wasserschildkröten können bis zu 30 bis 100 Jahren alte werden.

 
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